Levensauer Hochbrücke

  • Levensauer Hochbrücke
    Visualisierung Seitenansicht des Ersatzneubaus der ersten Hochbrücke Levensau
  • Levensauer Hochbrücke
    Visualisierung Frontalansicht des Ersatzneubaus der ersten Hochbrücke Levensau
  • Levensauer Hochbrücke
    Bestehende erste Hochbrücke Levensau nach dem Umbau von 1955 mit Fahrbahnverbreiterung und Rückbau der Turmaufbauten

Levensauer Hochbrücke

Die kombinierte Fußgänger-, Straßen- und Eisenbahnhochbrücke Levensau wurde 1894 erbaut und ist das älteste den Nord-Ostsee-Kanal überspannende Brückenbauwerk. Sie führt die Kreisstraße 24 und die Bahnlinie Kiel-Eckernförde über den NOK. Ab 2024 ist mit dem Ende der technischen Lebensdauer zu rechnen, ein Ersatzneubau ist wirtschaftlich günstiger als eine Instandsetzung der Brücke.

Die Brücke wurde in der Vergangenheit wiederholt umgebaut und an die verkehrlichen Belange der Straße und Eisenbahn angepasst, eine Anpassung an die Verkehrsentwicklung der Schifffahrt fand jedoch seit der ersten Verbreiterung 1914 nicht statt. Die Brücke überspannt die engste Stelle im gesamten Streckenverlauf des Nord-Ostsee-Kanals.

Mit dem Ersatzneubau der ersten Levensauer Hochbrücke wird es möglich, die Zukunftsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals nachhaltig zu gewährleisten.

In Anlehnung an das alte Bauwerk wurde für den Ersatzneubau eine transparente Brückenkonstruktion gewählt, die am selben Standort errichtet wird und an die alte, wegfallende Konstruktion erinnern soll. Das südliche Widerlager wird überbaut, ohne das Gewicht der neuen Brücke tragen zu müssen, und bleibt als ein wichtiges Fledermaus-Winterquartier bestehen.

Ab dem Sommer 2020 ist die Errichtung der Baustraße am nördlichen Kanalufer geplant. Mit der neuen Baustraßenführung wird der Ablauf des Baustellenverkehrs optimiert. Statt über die Straße „Am Kanal“ führt die Baustellenzufahrt so direkt von der Westseite des nördlichen Brückendamms ins Baufeld.

Um die bestmögliche bauliche Lösung für das Projekt zu ermitteln, wurde dieses zunächst in mehrere Teilprojekte strukturiert. In einem dieser Teilprojekte wird EPLASS verwendet. Das Gesamtprojekt unterteilt sich in:  

- Kanalverbreiterung im Bereich Kanalkilometer 93,2 bis 94,2 inklusive Uferwänden, erdbauliche Ober- und Unterwasserböschungssicherungen und Konzepten zur Verwendung und Verbringung des Erdaushubes
- Pfeilersicherung und Gründungssicherung der bestehenden zweiten Levensauer Hochbrücke (B76-Brücke)
- Ersatzneubau des Brückenüberbaus inklusive Gründungen
- Sicherung des Widerlagers Süd als Fledermaushabitat
- Verkehrsplanung der überquerenden Verkehrswege Straße und Schiene

 

Zahlen und Fakten

  • Kombinierte Eisenbahn-Straßenbrücke, Zweigelenkbogen in Stahlbauweise mit durchschnittener Fahrbahn (orthotrope Fahrbahnplatte)
  • Stützweiten 28 – 182 - 31 Meter
  • Eingleisige Bahnanlage, Lastklasse LM 71 (Elektrifizierung optional berücksichtigt)
  • Straße Lastklasse LM 1, 2-spuriger Straßenquerschnitt mit Breite = 2 x 3,50 Meter
  • Kombinierter Geh- und Radweg mit Breite = 2,75 Meter

 

Weitere Informationen: Projektwebseite Levensauer Hochbrücke

Ansprechpartner

Marzi Strutzke
Marzi Strutzke
MSc
Projektleiterin; Business Development Managerin EMEA
Tel.: +49 (931) 35503-776
Sven Söhlmann
Sven Söhlmann

Projektleiter
Tel.: +49 (931) 35503-735

Erfolgreiches Projektmanagement mit EPLASS:

Für das Bauprojekt "Levensauer Hochbrücke" wird das EPLASS Professional Planmanagement mit komplexen Workflowautomatisierungen für die Ausführungsplanung verwendet. In die Workflows werden diverse Planer, Prüfingenieure, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau sowie Bauvorlageberechtigte der Deutschen Bahn eingebunden. Die Verwaltung und Prüfung von Plänen und Statiken findet in individuellen Workflows statt. Automatisierte Reprobestellungen sind über den Workflow geregelt und dienen zur Unterstützung der Planprüfung sowie für die Baustelle. Wir freuen uns über das erste EPLASS-Wasserstraßenprojekt!